International Blog – Dietmar Kaspar
Nach dem Heim-Auftakt des TC Augsburg gegen den Titelverteidiger TC Bredeney und dem Auswärtsspiel beim fünffachen Deutschen Mannschaftsmeister TK Kurhaus Aachen war der TC Großhesselohe zum bayerischen Derby im Siegentischwald zu Gast. Trotz couragierter Auftritte mussten sich die Fuggerstädter bereits nach den Einzeln geschlagen geben und schrammten im Doppel bei der finalen 0:6-Niederlage nur hauchdünn an der Ergebniskosmetik vorbei.
Wiedenmann schlägt sich gegen Darderi achtbar
Auf einen erneuten Sensations-Coup hoffte das TCA-Eigengewächs Luca Wiedenmann im Spitzeneinzel, nachdem er am Freitag in Aachen mit dem Argentinier Sebastian Baez die ehemalige Nr. 18 der Welt besiegen konnte. Doch der Italiener Luciano Darderi demonstrierte von Beginn an eindrucksvoll, warum er als aktuelle Nr. 16 der Welt der höchstplatzierte Spieler der Bundesliga ist. Obwohl der 28-jährige Wiedenmann erneut eine gute Länge in seinen Schlägen anbot, übernahm der 24-jährige Darderi mit seinen druckvollen Schlägen die Kontrolle und konnte den ersten Durchgang glatt für sich entscheiden. Nachdem Lokalmatador Wiedenmann gleich im ersten Spiel des zweiten Durchgangs sein Service abgeben musste, fand er wieder zu seinem sicheren Spiel und konnte in der Folge bei seinen Aufschlagspielen wieder anschreiben. Doch die Nr. 1 des TC Großhesselohe ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen und besiegelte mit einem krachenden Vorhand-Winner den 6:2, 6:4-Erfolg.
Nach dem Match gab Wiedenmann zu Protokoll: „Im Moment genieße ich es einfach, gegen solche Kaliber wie Sebastian am Freitag und Luciano heute zu spielen. Bei Luciano hat man heute einfach gesehen, warum er aktuell zu den Top 20 der Welt gehört. So eine Vorhand bekommt man nur ganz selten präsentiert und die Qualität und Intensität, die er in jeden einzelnen Ballwechsel reinlegt, ist schon beeindruckend. Immerhin konnte ich eines der beiden Matches gegen diese absoluten Top-Spieler für mich entscheiden und solche Matches bringen mich gerade im Hinblick auf die kommenden Aufgaben beim TCA und den Turnieren auf der Tour weiter.“
Homberg liefert Vives Marcos großen Kampf
Von seiner besten Seite präsentieren wollte sich Neuzugang Maximilian Homberg bei seinem Heimdebüt für den TCA. Und der Freisinger begeisterte die Zuschauer im Duell der 2er gegen den Spanier Pedro Vives Marcos vom Start weg mit seinen temporeichen Schlägen und seinen regelmäßig eingestreuten Netzattacken. Nachdem der 23-Jährige im sechsten Spiel das erste Break ergattern konnte, musste er sein Service im Anschluss daran ebenfalls abgeben, schaffte aber sicher den Sprung in den Tiebreak. Dort legte der College-Spieler der Pepperdyne University mit einer furiosen 4:1-Führung los, musste aber den hartumkämpften Durchgang dennoch noch abgeben. Auch im zweiten Satz warf Homberg noch einmal alles in den Ring und konnte einen frühen Aufschlagverlust direkt wieder kompensieren. Beim Stand von 4:5 sah er sich bei eigenem Service drei laufenden Matchbällen gegenüber, konnte diese aber spektakulär abwehren, ehe er sich doch noch in zwei Sätzen mit 6:7 (6), 4:6 beugen musste.
Kleinschnitz fordert Kovalik
Hochmotiviert ging Luis Kleinschnitz aus Eichenau als Nr. 4 des TCA in seinem ersten Auftritt in der höchsten deutschen Spielklasse gegen den Slowaken Jozef Kovalik, der bereits auf Position 80 der Weltrangliste stand. Nachdem der 25-Jährige zu Beginn seine Aufschlagspiele sicher halten konnte, erarbeitete er sich beim Stand von 4:3 die ersten Breakmöglichkeiten und packte mit einem stark parierten Stoppball seines Gegners zu. Doch der routinierte Kovalik kämpfte sich noch einmal zurück und konnte den ersten Durchgang noch zu seinen Gunsten drehen. Im zweiten Satz musste Kleinschnitz dem intensiven ersten Durchgang etwas Tribut zollen, während der 33- jährige Kovalik seine ganze Erfahrung ausspielen konnte, immer mehr mit seiner druckvollen Vorhand diktierte und den finalen 7:5, 6:0-Endstand herstellen konnte.
Tsitsipas verpasst Belohnung gegen Novak
Einen erneut kämpferischen Auftritt lieferte der Neuzugang Petros Tsitsipas auf der 3er- Position gegen den Österreicher Dennis Novak ab, der seine Karriere auf der Tour als ehemaliger Top-100-Spieler im vergangenen Jahr beendet hatte. Nach einem frühen Aufschlagverlust kämpfte sich der Grieche mit seinem offensiv ausgerichteten Spiel wieder zurück und vertagte die Entscheidung in den Tiebreak, wo er sich aber mit 4:7 geschlagen geben musste. Auch im zweiten Durchgang agierte der 25-Jährige lange auf Augenhöhe ehe er beim Stand von 4:5 sein Service entscheidend zur 6:7 (4), 4:6- Niederlage abgeben musste.
Großhesselohe baut Erfolg mit Doppel-Spezialisten aus
Eine hohe Hürde bekamen die TCA-Spieler Luca Wiedenmann und Luis Kleinschnitz auf dem Center Court mit den beiden Doppel-Spezialisten Kevin Krawietz und Constantin Frantzen vorgesetzt, die trotz ihrer Tour-Erfolge erstmals gemeinsam aufliefen. Doch die beiden Augsburger zeigten sich zu Beginn absolut konkurrenzfähig und konnten das Geschehen lange offenhalten. Nachdem das TCA-Duo beim Stand von 5:6 mehrere Satzbälle abwehren konnte, mussten sie das Service von Wiedenmann und letztlich den ersten Durchgang doch noch abgeben. Im zweiten Satz spielte die routinierte Paarung des TC Großhesselohe ihre ganze Erfahrung aus und transportierte einen schnellen 3:0-Vorsprung zum finalen 7:5, 6:2 sicher nach Hause.
Mehr Chancen ausrechnen durfte sich das 1er-Doppel der Augsburger mit Maximilian Homberg und Petros Tsitsipas, der an der Seite seines Bruders Stefanos bereits einen ATP-Titel erringen konnte, gegen das TCG-Duo Jozef Kovalik und Pedro Vives Marcos. Dabei legten die Augsburger einen Start nach Maß auf den Court und konnten sich den ersten Durchgang sichern. Nachdem sich aber die Paarung des TC Großhesselohe mit dem Satzausgleich zurückmelden konnte, musste der Match-Tiebreak die Entscheidung bringen. Und auch dort hatte das Duo aus dem Münchner Süden das Momentum auf seiner Seite und triumphierte denkbar knapp mit 3:6, 6:3, 10:8.
Zwei Auswärtsspiele vor dem nächsten Heimspiel gegen Mannheim
Weiter geht es für die 1. Herrenmannschaft des TC Augsburg in der 1. Herren Bundesliga mit den Auswärtsspielen beim Vorjahresdritten Kölner THC (19.07.) und dem deutschen Rekordmeister TC Blau-Weiss Neuss (26.07.) ehe am Freitag, den 31. Juli ab 13 Uhr das nächste Heimspiel gegen den achtfachen Titelträger TK Grün-Weiss Mannheim auf dem Programm steht. Die Tickets für die einzelnen Bundesliga- Heimspiele sind auf der Vereins-Website tc-augsburg.de ab 10 Euro erhältlich. Restkarten sind an der Tageskasse erhältlich, wobei alle Mitglieder des TC Augsburg einen Rabatt von 5 Euro erhalten. Die Sponsorenpartner und Mitglieder vom TCA- Freundeskreis können ihre Ticket-Kontingente ab sofort bei Club-Managerin Maja Braunwalder abrufen und diese entweder vorab im Vereinsbüro oder am jeweiligen Spieltag vor Ort in Empfang nehmen. Zudem können alle Begegnungen der 1. Tennis Bundesliga auch live beim neuen Streaming-Anbieter Sporteurope.TV verfolgt werden.



