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Die Atkinsons Monza Open bleiben weiterhin fest in der Hand von Raphael Collignon. Nach seinem Erfolg als Topfavorit bei der Premiere im Vorjahr legte der 24-jährige Belgier ein Jahr später eindrucksvoll nach und erwies sich erneut als unschlagbar auf der Sandplatzanlage des Villa Reale Tennis. Parallel zum Upgrade des Turniers von der ATP Challenger Kategorie 100 auf 125 hat auch Collignon sein Niveau weiter gesteigert und sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich nach oben gearbeitet.
Mittlerweile hat er bereits die Top 60 der Weltrangliste erreicht – und der Eindruck in Monza lässt vermuten, dass noch mehr möglich ist. Im Finale setzte sich der in den Vereinigten Staaten geborene Belgier vor ausverkauften Rängen mit 7:6(2), 6:3 gegen den 20-jährigen Kroaten Dino Prizmic durch. Dieser war mit viel Selbstvertrauen nach einer starken Turnierwoche ins Endspiel gegangen, musste jedoch letztlich anerkennen, dass Collignon am Ende der stärkere Spieler war.
Hartumkämpftes Endspiel
Das Ergebnis täuscht dabei etwas über den Spielverlauf hinweg. Die über zwei Stunden dauernde Partie war durchaus ausgeglichen, insbesondere zu Beginn beider Sätze, als Collignon jeweils Breakbälle abwehren musste. Doch der Belgier blieb in den entscheidenden Momenten stabil, gab im gesamten Match keinen einzigen Aufschlag ab und setzte die entscheidenden Akzente.
Der erste Schlüssel zum Sieg war das souverän gewonnene Tie-Break im ersten Satz (7:2), der zweite folgte im zweiten Durchgang: Mit einem Break zum 3:1 und einem direkt folgenden abgewehrten Re-Break-Ball – gekrönt von einem Ass – brachte sich Collignon entscheidend in Position. Danach ließ er nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit einem starken Aufschlagspiel den Titel.
Für den Belgier, der in Monza von Coach Ananda Vandendoren begleitet wurde, ist es bereits der sechste Titel auf der ATP Challenger Tour und der zweite in dieser Saison. Bemerkenswert: Wie schon im Vorjahr konnte er beide seiner Titel erfolgreich verteidigen – zunächst im Februar im französischen Pau und nun erneut in Monza.
„Es war wirklich eine großartige Woche und ich bin sehr zufrieden mit meinem Niveau“, sagte Collignon, der 30.460 Euro Preisgeld und 125 ATP-Weltranglistenpunkte erhielt.
„Das hohe Level in einem so stark besetzten Turnier gibt mir viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Der erste Satz war einer der schwierigsten meiner Saison. Ich wusste, wie wichtig es ist, ihn zu gewinnen. Natürlich spricht man nach einem Sieg immer positiv, aber hier fühle ich mich wirklich wie zu Hause. Ich liebe die Bedingungen, die Menschen und die Atmosphäre.“
Prizmic zieht in die Top 100 ein
Auch Prizmic, der mit dem Abschneiden in Monza zum ersten Mal unter die Top 100 der Welt einziehen wird, zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden: „Es war eine Ehre, Teil dieses Turniers zu sein. Glückwunsch an meinen Gegner – er hat die ganze Woche über unglaubliches Tennis gespielt. Und die Unterstützung der Zuschauer war ebenfalls fantastisch.“
Positives Fazit der Turnierorganisatoren
Die positiven Stimmen spiegeln die erfolgreiche Entwicklung des Turniers wider. Turnierdirektor Giorgio Tarantola zog ein rundum positives Fazit: „Das Upgrade von 100 auf 125 hat sich absolut ausgezahlt. Wir haben Tennis auf höchstem Niveau gesehen und einen enormen Zuschauerzuspruch erlebt. Insgesamt hatten wir über 40.000 Besucher – die ganze Stadt war eingebunden, ähnlich wie beim Formel-1-Grand-Prix. Wir haben unsere Erwartungen übertroffen.“
Quarterfinals Friday at the 🇮🇹 Monza Open!
Free entry, but bring some patience if you want to get into the stands! 🏟️🚶♂️⏳ #ATPChallenger #Monza pic.twitter.com/XImFGSbJiD
— Florian Heer (@Florian_Heer) April 10, 2026
Für die Zukunft bleibt man dennoch bodenständig: „Unser Ziel ist es, uns Jahr für Jahr weiter zu verbessern. Aufgrund des großen Interesses werden wir versuchen, die Kapazitäten für die nächste Ausgabe zu erhöhen.“
Die nächste Auflage des Turniers ist bereits für April 2027 geplant.




